Späte Pollen: Ambrosia, Beifuß und Co.
Auch wenn die Hauptsaison der Pollen im Sommer endet, fliegen im Spätsommer und Frühherbst noch einige Pollenarten. Dazu zählen vor allem Beifuß, Gänsefußgewächse, Brennnesselgewächse und vereinzelt Gräser. Ihre Pollenmengen nehmen im September in der Regel deutlich ab.
Eine besondere Rolle spielt die Beifuß-Ambrosie, auch Beifußblättriges Traubenkraut genannt. Die ursprünglich aus Nordamerika stammende Pflanze breitet sich seit Anfang der 1990er-Jahre in Deutschland aus und kommt inzwischen in allen Bundesländern vor. Sie wächst bevorzugt an Straßenrändern, auf Brachflächen, Baustellen und in Gärten. Da sie zu den Spätblühern zählt, verlängert sie die Pollenflugzeit bis in den Oktober hinein.
Ambrosia-Pollen gelten als besonders allergen. Bei empfindlichen Personen können bereits geringe Mengen Beschwerden auslösen. Laut Umweltbundesamt entwickelt bis zu ein Viertel der betroffenen Allergikerinnen und Allergiker zusätzlich Asthma. Die Pollen können vom Wind über weite Strecken transportiert werden, sodass Beschwerden auch dort auftreten können, wo die Pflanze selbst nicht wächst.
Wer auf Beifuß reagiert, kann zudem Kreuzreaktionen auf bestimmte Lebensmittel zeigen, etwa auf Sellerie, Karotten oder einige Gewürze. Typisch ist dann ein Kribbeln oder Jucken im Mund nach dem Verzehr.