Was die Blutdruckwerte bedeuten
Der Blutdruck beschreibt den Druck, mit dem das Blut gegen die Wände der Arterien drückt. Er wird in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) angegeben und besteht immer aus zwei Werten. Der obere, systolische Wert entsteht, wenn sich das Herz zusammenzieht und Blut in die Gefäße pumpt. Der untere, diastolische Wert zeigt den Druck in der Entspannungsphase des Herzens.
Die Europäische Gesellschaft für Kardiologie hat ihre Leitlinie im Jahr 2024 überarbeitet und unterscheidet seitdem drei Bereiche. Die folgenden Werte beziehen sich auf Messungen in der Arztpraxis:
| Einstufung | Systolisch (mmHg) | Diastolisch (mmHg) |
|---|---|---|
| Nicht erhöht | unter 120 | unter 70 |
| Erhöht | 120 bis 139 | 70 bis 89 |
| Bluthochdruck | ab 140 | ab 90 |
Neu ist die Kategorie „erhöhter Blutdruck“. Sie trägt der Tatsache Rechnung, dass der Blutdruck meist schleichend ansteigt. Die Grenze für Bluthochdruck selbst hat sich nicht verändert. Wer im erhöhten Bereich liegt, profitiert vor allem von einem herzgesunden Lebensstil; ob eine weitere Behandlung sinnvoll ist, hängt vom persönlichen Herz-Kreislauf-Risiko ab und wird ärztlich entschieden.
Für Messungen zu Hause gilt eine etwas niedrigere Grenze: Hier spricht man bei Werten ab 135/85 mmHg von Bluthochdruck. Der Grund liegt darin, dass viele Menschen in der gewohnten Umgebung entspannter sind als in der Praxis.